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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
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in Riga von 1764 bis 1769.

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Eben so Bürgermeister Wilpert zu Riga:Die ich hier, als Herders Schüler gekannt, wo-von noch einige leben und Mitglieder des Magistratsund des Ministern sind, erinnern sich der Jahreseines Unterricht-Z mit großem Vergnügen; eben sodrey Töchter aus angesehenen Familien unsrerStadt, denen er Privat - Unterricht gab. Langehat er in den Seelen dieser Frauen gelebt." re.

Mit wahrer Religiosität wußte er in seinenPredigten Geist und Herz zu beleben und zu befrie-digen; zur Ausübung jeder Tugend, zur Liebe zuGott und den Menschen auszumunkern und das Ge-fühl der Unsterblichkeit zu erwecken. Diese Themata,vorgctragen mit seiner scelenvollen Beredsamkeit,mit dem Schmuck jugendlicher Phantasie, in wohl-klingender , anmuthiger und gefühlvoller Sprache,ergriffen unwiderstehlich das Herz. Seine Predigtenschrieb er sorgfältig wörtlich auf, jedoch mit abge-kürzter Schrift und jedesmal bepgefügter tabellarischerDisposition. In spateren Jahren schrieb er nurletztere auf. In einer Zeitschrift vom Jahr 1L06sagt Jemand, der ihn i» Weimar oft predigen hörte:Herders ausdruckvolles, feines, durchaus sprechen-des Gesicht, seine klaren, sprechenden und liebli-chen Augen, das Edle und Schöne seiner Haltungund seines Anstandes, der wohlwollende Ton seinerStimme, erhöhte den Eindruck, den der Inhaltseiner Predigten machte." :e. Es waren immerbiblische Begriffe, die er vortrug, und er blieb im-mer genau bcym Text, den er nach analytischerMethode entwickelte. Dogmatische und ascciischeA'usdrücke, die nur irgend an eine Sekte erinnern