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Herders Leben
Bedürfnis; geworden, um dasjenige, was seinenGeist und sein Herz ansprach, gleichfüblendcn Ge-mächern sreimüthig mitzuthcilen. Seme erwabltcnakademischen Freunde waren ausgezeichnete, edleJünglinge. Das Andenken an seine reizenden undbelebenden 'Verbindungen auf der Universität, dievon gemeinsamer Liebe zu den Wissenschaften, wongegenseitig sich ansprechenden und anziehenden Eba-raktcrcn in den romantischen Jünglings-Jahren ge-schlossen werden, blieben ibm stets theuer und un-vergeßlich. Unter seinen Königsberqer Jugend - Freundden nannte er vorzüglich den nachheriqen KrieqsrathKurella, Kriegs- und Zbdmiralüaks - Rath Bock,Hospitalprediger Fischer von Königsberg; sodannBuchhändler H a r l kn o ch und Bürgermeister Wil-pert Nus Riga. Kriegsrath Kurella schreibt anPastor Psittlich zu Herzogswalde am 2 . Apriliöv5. „Der verewigte Herder wa" mein innigstgeliebter Umgangs-Freund. Wir waren die Zeit,
da er Lehrer im LolU-Zio ssiiciericiuno war, fasttäglich beosammen und es war uns dieser Umgangein ordentliches Bedürfniß. Ein Mann von dem
Geiste des Verewigten, genährt und gereist im Um-gang der alten Klassiker und der besten deutschenSchriftsteller; von dem liebsten Kopfe, von einemglücklichen Temperament und gefüblvollen Herzen,voll glükendcr Einbildungskraft, die nie in Schwär-meren ausarteke, voll der edelsten Gesinnungen undrecht geschaffen zur Freundschaft, der mußte einenJüngling fesseln, der mit seiner Denkart völlig har-monirend und von äbnlichem Temperament, ganzcnn aorst? und c.on sinors an ihm hiesig. —Die gewöhnlichen. Gegenstände unsrer Unterhaltung