in Königsberg von 1762 bis 1764. 28
fimg vom 7. August dalirt und dos andere, überseine Aufnahme als Student vom 9. August, unterdem Protektorat des M. D. Bohl.
Nun mußte aber auch dem Russischen Regi-ments - Chirurg der rasche Entschluß verkündet wer-den! — der, wie natürlich, darüber sehr ungehal-ten war; ihm das verscherzte Glück, welches erernst als Arzt in Petersburg hatte machen können,mit lebhaften Karben schilderte, und dagegen diedürftige Lage eines Preußischen Dorspfarrers, alsdas höchste erreichbare Ziel seiner neu gewählten Lauf-bahn , damit irr grelle Vergleichung brachte. —Allein, der junge Herder blieb standhaft! — Dieversprochene Ueberletzung der medicmischen Abhandlungins Lateinische, womit der Regiments - Chirurg Glückzu machen hoffte, wurde noch vor der Trennunggewissenhaft gefertigt und an seinen Wohtthatcr ab-gcliefert; und dieser soll in der Folge auch wirk-lich damit seine Wünsche erreicht und sich zumArzt in Petersburg cmporgeschwungcn haben! —Auch seinen Eltern und dem Diakonus Trescho mel-dete er unverzüglich seinen veränderten Studien - Plan,mit dem Bcyfügen: „daß ec zu seinem weitern Un-terhalt nichts verlange, sondern durch eigenen Fleißsch fortzuhelfen getraue!" — und er hat redlichWort gehalten! —-
Freund Emmerich besorgte ibm eine Wohnungund einige Informationen. Mit einem bisher nochnie gekannten Gefühl innerer Zufriedenheit trat erin sein mu gewähltes Verhältnis ein, und seinganzes Leben hindurch blieb er seinem Freund und