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Herders Leben
dem Regiments - Chirurg dankbar, für die er-wünschte Richtung, die beyde seiner künftigen Be-stimmung gegeben hatten.
Durch Geschenke wohlthatiger Freunde ausMobrungen, hatte sich zwar seine Barschaft um etwasvermehrt, worüber er die strengste Oekonomie führte;dennoch blieb seine Lage drückend, bis zur An-stellung im ^rickoriaisnunr. Oft er-
zählte er spater dm Seinigen, daß er sich damalsmanchen Tag, nur mit einigen Semmeln hingchal-tcn habe! —
Neben seinem Privat-Unterricht, besuchte erdie Akademischen Vorlesungen fleißig. Bey Lilien-tbal horte er Dogmatik; bey Arnold Kir-chengeschichte; bey Kypke Philologie; bey KantLogik, Metaphysik, Moral, Mathematik und phy-sische Geographie; bey Teske Phypk.
Obgleich Lilieuthal und Kant von ihm vor-züglich hochgeachtet wurden, so ehrte er doch auchdie andern dankbar — denn er verstand schon frühdie Kunst, von allen zu lernen und ehrte in Zc-dem die Wissenschaft.
Herder scheint sehr bald die Bekanntschaft desdortigen Buchhändlers Kanter gemacht zu haben,der schon früher, durch das eingelegte und in Kö-nigsberg bewunderte Gedicht: ,,An Cyrus, denEnkel Astyagcs" — auf den jungen Mannaufmerksam gemacht worden war. In diesem Hausefand Herder Nahrung für seine Wißbegierde, Kanker«erstattete ihm den Gebrauch der Bücher seines Buch-ladcns; und da er überhaupt damals vieles zur?suf-