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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
Seite
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Jugend-Geschichte bis 1762.

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Bcylcgen des Gedichts zu Trcscho's Schrift unbe-kannt bleiben, und Niemand nach dem Verfasserfragen würde."

Eine frühere Begebenheit erzählt Trescho nach,von welcher zweifelhaft ist, ob sie Herder wirklichzugeschrieben werden kann; deren Zusammenstellungjedoch, so wie sie Trescho gibt, das Verhältnis; zwi-schen bevden aufklart. Als Trescho nämlich an ei-nem Sonnabend in den Beichtstuhl trat, fand erdort einen versiegelten Brief liegen , dessen Handschriftihm unbekannt war. Er enthüll wehmütbige Selbst-gesiändnisse der Fehler und Naturverdorbenheit desBriefstellers, nebst einer Erzählung, wie er sonn-tags vorher, durch Trcscho's Predigt inmost wärebetroffen und wie aus dem Schlafe geweckt worden.Trescho hatte nämlich nach Luca VH. 36 e,2.von dem leichten Weg des Evangeliums Christi, zurSeelenruhe und Besserung zu gelangen, gehandelt,flickst dem Wunsch, auch auf diesem Wege geleitetzu werden, enthielt dieser Brief Ausdrücke der in-nigsten Ueberzeugung von den Wahrheiten der Reli-gion , Klaoen über fehlgeschlagene Versuche, jenenWeg zu betreten und viele gute Vorsätze für dieZukunft. Zugleich wurde darinn gebeten, die Ant-wort eben so verschlossen in de» Beichtstuhl zu legen.Dies; geschah, und erst nach einiger Zeit glaubte TreschoAchnlichkeir mit Herders Handschrift, wenn er flüch-tig schrieb, in jenem Briefe zu entdecken; underwartete nun von einer Zeit zur andern, ob er ibmetwas von den Wirkungen seiner Antwort mündlichoder scbustlich entdecken werde. Allein keines vonbeyden erfolgte, und Treicbo will auch keine Ver-Herders W. z.Phit. u. Gesch. XVI. B Ler-r. XeLen.