Jugend-Geschichte bis 1762. i 3
gesihen, da ec in WÜlamovs Hause zu Mohrun->gen einige Zeit als Zögling zugebracht hatte — undfand ihn nun, zu seinem Erstuumn als einen derersten Schüler der lateinischen Schule wieder, derfertig und besonnen auf stine katechetischen Fragenzu antworten wußte. Da die Mädchenschule im el-terlichen Hause viel Unruhe und Geräusch verur-sachte — und der Knabe dadurch vielfältig am Ler-nen verhindert wurde, so nahm ihn Trescho, ge-gen Obdach und Schlafstatke — zu seinem Famulusan, ohne ihn deswegen in seinen Schulstunden zubeschränken, aber auch ohne ihm selbst einigen Un-terricht zu erthcilen; um damit den Äekloc Grimmnicht zu beleidigen.
„Wenn er von den Eltern nicht zu ihren häus-lichen Verrichtungen gebraucht wurde," erzähltTrescho selbst — „so saß er Abends b.n) mir, anmeinem Schreibtisch, lernte seine Lektion, gierigzum Speisen zu seinen Eltern und hernach still inseine Schlafkammer, nahe an meiner Wohnstube."
Von einigem Nutzen war ihm zwar der -Ge-brauch seiner Bibliothek und die Uebung im Ab,-schrciben; — allein Trescho gesteht selbst, daß erihm den Gebrauch seiner Bücher nur dazu gestattethabe, um ihm abzumerkc», wohin etwa seine Nei-gung gehen möchte. „Aber hier stand mir" wieTrescho sich ausdrückt — „sein durch die Schul-Sclaverey furchtsam gemachter Geist .entgegen; niesprach er etwas mit-dreister Gebehrde, sondern-be-antwortete meist schüchtern-/ was ich ibm etwa zubestellen austrug; — seine Stimme war nur halb