Jugend-Geschichte bis 1762.
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blümchen so wcrth geblieben: sie erinnern mich
an jene Spaziergänge, nn die Ehre und Beloh-nung meines unvergeßlichen Rektors. Zuweilengab er einem oder dem andern Schüler, dem erseine Zufriedenheit ganz besonders zeigen wollte,auf seiner Studierstube eine Tasse solchen Thees,mit einem kleinen Stückchen Zucker; dieß war eineehrenvolle Auszeichnung. Mit mir war er meist
zufrieden, schenkte mir seine Aufmerksamkeit undwar mir gut."
Indessen mißbillgte doch Herder zuweilen seinesehemaligen Rektors allzu pedantische Lehr - Methode,ohne welche sein Geist eine freiere Bildung durchpraktisch anschaulichen Unterricht erhalten habenwürde.
Seine große Lern - und Lese-Begierde zeigtesich schon frühe; die Schwester Eüldenhorn erzähltedavon: er habe oft das Buch mit zum Mittag-und Abendessen genommen, vom Vater aber gewöhnlichdarüber einen Verweis erhalten. Ganz buchstäblichwird jedoch die, in Jordcns - im Eonv. - Lerikon unda. O. enthaltene Angabe nicht zu nehmen scyn: daßihm sein Vater nur Bibel und Gesangbuchzum Lesen gestattet habe. Auch Jemand aus Moh-rungen, der Herdern noch als Knaben gekannt hatte,erzählt von ihm: er fcye, wenn er in der Stadtirgend ein Buch, etwa auf einem Fenster im Vor-bcygehen habe liegen seben, sogleich in das Hausmit der freundlichen Bitte eingetrcten: ihm doch
dieses Buch zum Lesen zu leihen! Seiner Schwesterzeigte ec einst auf der Landkarte — Italien, mit