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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
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Jugend-Geschichte bis 1762.

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ihre häusliche Zuftiedcuhcit bev Erfüllung ihrerPflichten, ihre Anhänglichkeit und Liebe zu cinan-der den Keim der Religion und der Liebe zurTugend früh in ihm geweckt. Auch erklärt, i»Verbindung mit Obigein, das in der ersten Ent-wickelungs-Zeit vom Vater beynabe ausschließlichgebotene Lesen in der Bibel und im Gesangbuchzum Theil, jene mit religiöser Andacht vcrschwisicrteSentimentalität Herders und jene entschiedeneVorliebe desselben für den Jnnhalt und Geist derorientalischen Poesie.

In diesem seng geschlossene» häuslichen Pa-radies, mit den Dornen der Armuth umzäunt,war er im Schuh gegen manche Verschwendung undüble Anwendung seiner Jugendzeit. Auch erkannteer in der Folge dankbar diese wohlthätige Beschrän-kung und bedauerte nur darum die Armuth sei-ner Eltern, weil sie ihn mancher Mittel zu seinemStudieren, und einer mehr für ihn passenden Er-ziehung so bitter beraubte.

Auch in der Diät übte der alte Vater Herder,zur Erhaltung der Gesundheit seiner Kinder,strenge Regeln: zu bestimmten Jahrs - Zeiten

mußte nemlich von sämmtliche» Kindern einPulver gegen die Würmer genommen, im FrühlingTkee von Schwarzdcrwblüthen getrunken undbey Erkältungen, . Flicdcrmnß. zum Schwitzen ge-schluckt werden. Lächlend erwähnte zuweilen Herderdieser gesetzlichen Arzney-Taao, deren er bey seinergesunden kraftvollen Natur nicht bedurfte; und dieauch unter uns noch Manchen an bittere Stundenähnlicher.hausärztlicher Vorsorge früherer Zeiten er-innern werden.