Jugend-Geschichte bis 1762.
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ihre häusliche Zuftiedcuhcit bev Erfüllung ihrerPflichten, ihre Anhänglichkeit und Liebe zu cinan-der — den Keim der Religion und der Liebe zurTugend früh in ihm geweckt. Auch erklärt, i»Verbindung mit Obigein, das in der ersten Ent-wickelungs-Zeit vom Vater beynabe ausschließlichgebotene Lesen in der Bibel und im Gesangbuch —zum Theil, jene mit religiöser Andacht vcrschwisicrteSentimentalität Herders — und jene entschiedeneVorliebe desselben für den Jnnhalt und Geist derorientalischen Poesie.
In diesem seng geschlossene» häuslichen Pa-radies, mit den Dornen der Armuth umzäunt,war er im Schuh gegen manche Verschwendung undüble Anwendung seiner Jugendzeit. Auch erkannteer in der Folge dankbar diese wohlthätige Beschrän-kung und bedauerte nur darum die Armuth sei-ner Eltern, weil sie ihn mancher Mittel zu seinemStudieren, und einer mehr für ihn passenden Er-ziehung so bitter beraubte.
Auch in der Diät übte der alte Vater Herder,zur Erhaltung der Gesundheit seiner Kinder,strenge Regeln: zu bestimmten Jahrs - Zeiten
mußte nemlich von sämmtliche» Kindern einPulver gegen die Würmer genommen, im FrühlingTkee von Schwarzdcrwblüthen getrunken undbey Erkältungen, . Flicdcrmnß. zum Schwitzen ge-schluckt werden. Lächlend erwähnte zuweilen Herderdieser gesetzlichen Arzney-Taao, deren er bey seinergesunden kraftvollen Natur nicht bedurfte; und dieauch unter uns noch Manchen an bittere Stundenähnlicher.hausärztlicher Vorsorge früherer Zeiten er-innern werden.