der Sittlichkeit betrachtet.
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Gemüther, festerer Nerven, zu Zwecken unsrer Zeitmit schärferem Reiz gewürzt und mit süßerer An-muth. Die Verkündigerin der Ehre hat durch ihrleidiges Spiel Macht und Glauben verloren; Macht,Glaubwürdigkeit und Ehre kommen der Entweihe-ten wieder!
in. Die Zeit grüßmüthiger sowohl al^ gu-ter Thaten ist nie vorüber; noch minder die Zeitder Gefahren. Reich an allen ist die unsrige; werdarf sagen, daß er sie umfasse? Und sie ist schwan-ger von einer großen Zukunft; das Häßlichste stehtin ihr neben dem Schönsten. Manchen Auftrittenund Begebenheiten leben wir ohne Zweifel noch zunah; die Jahrhunderte aber, aus denen sie entspran-gen, sind vor uns, und wir sehen, was diese be-wirket. Jede Unvernunft und Unsittlichkeit hat inihren Folgen sich selbst gestraft; diese Folgen klaredie Muse auf vor den Augen der Welt und Nachwelt.
In manchen schönen Formen alter Zeiten ist derGeist ihrer Grundsätze uiid Sitten uns so fremde,dazu in sich so roh, so Vernunftlos und unmensch-lich, daß wir uns Zwang aNthun müssen, sic nochzu verehren oder zu lieben. Einmal höre dieserheuchlerische Zwang auf; nur das Wahre ist schön;nur das Gute werde geliebet. Abgötterei) und Aber-glauben, Erschlaffung und Willkühr, an welchenFormen sie hangen mögen, diese Feinde des Men-schengeschlechts, auf Wegen und Stegen verfolge siedie Muse, statt nach alten Formularen ihnen Lobzu heucheln. Wie lange wollen wir einer verwesetenGalanterie fröhnen? Ihr edlen Schatten der Vorzeit,(zahlreich sind eure Namen) steiget herauf, Del-undLordeerkcanze, Nesseln und Dornzweige in euren