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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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424 VI. Schönh. als Symb. d. Sittlich?, rc.

Händen. Die Muse, die Thakcn darstcllt und Ge-sinnungen richtet, sei) eine Freundin der Menschlich-keit und Wahrheit.

n. Die Musik trete ihr nach, das Lobwürdigezu singen und nichts zu singen, als was Lob ver-dienet; es mit gehaltener Kraft in unsre Herzen zuverschmelzen, nicht zum tändelnden, sich selbst ver-wirrenden Spiel. Was sie in Sprüngen vermöge,wissen wir gnügsam; langst und zu lange hat sieihre Kunst gaukelnd gezeiget; welche neue Welt ern-ster Zwecke liegt vor ihr!

12. Und die Poesie der Natur mit dersittlichen Poesie vereinigt; leben wir dennvergebens hinter allen den großen Offenbarungen,die uns von Hcrschels letztem Sternennebel an,bis zur Pflanze des Meers, von Galvani's zu-ckendem Frosch, bis zur feinsten Erfahrung der See-lenlehre zu Theil worden sind, um immer am allengalanten Spielwcrk der sieben schönen Künste fortzu-kiöppeln und uns damit recht amüsant zu ennuiren?Wenn der Pythagoreischen, der Orphischen Schule,wenn einem Empedokles, Parmcnides und Lukrezdie Wunder der Natur, die wir kennen, bekanntgewesen waren, würden sie mit ihnen gespielt haben?Wodurch unterscheidet sich der Affe vom Menschen?Des Menschen Spiel, wie das Spiel der Natur istsinniger Ernst; die Aefferey spielt ohne Begriffe undEmpfindungen mit Formen, wie mit der Kritik,um zu spielen.