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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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418
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IV. Schönheit als Symbol

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II. Wie also kann eine schöne Gestalt Sym-bol der Sittlichkeit werden?

1. Symbol einet Sittlichkeit im kritischem ab,strnuto nie; wohl aber kann und muß sie sittlicherscheinen, im Wobllaut ihecr Glieder sowohl,als in Stellung und Handlung. Und da der feinstePunkt des Wohlgefallens der Schönheit, Reiz ist;was bat das sittlich - Schöne am sorgsamsten zuvermeiden? Das Lüsterne. Vor ihm flicht diesittliche Grazie. Lüsternheit, je gröber sie dargestelltwird, um so mehr vernichtet sie, Gesetzen der Naturund Kunst zufolge, die Schönheit; daher die Grie-chen sie geradezu dahin, wo sie dem Ausdruck nachgehört, ins Geschlecht der Faunen setzten. Kein üp-piges, geschweige gewalkthätiges Gemälde ist schön,nach innern Regeln der Kunstschönbcit; je mehr cSden verdorbenen Geschmack oder die Lüste reizt, destomehr entsagte es der Kunst. Gegentheils je sittlich-reizender ein Gemälde die reine Grazie belebet, destomehr entzückt es dett innern Sinn; cs weckt Empfin-dungen einer höheren Ordnung. Und welcher?

2. Etwa des Stolzes, daß ich moralisch fühleund es jedem als Pflicht zumuthe, auch so zu füh-len ? Des Stolzes, daß ich mich über die Sinnen-lust erhoben, ins unbekannte Jntelligible schallendwahne? Der reine Genuß des Sittlichschönen tilgt,und zwar vielleicht zuerst, Eitelkeit aus. Daßjedermann mit mir gleich genösse und empfände diereine unumschränkte Himmelsgabe, wünsche ich zwar,Mein Gefühl aber dränge-ich niemanden auf: denn