§l6 IV. Schönheit als Symbol
ständigste Behandlung, oder sie erscheinen zwischenbistorischen Personen wie Gespenster, Widriger istnicht? als wo diese unter den Lebeneinen umherwan-deln. so daß mein nicht weiß, ob man mit einemMenschen oder einem Dämon spricht, ob man eineGeschichte oder einen Traum vor sich siehct. Ge -stall ete Begriffe können nicht anders als mitfeierlicher Abzeichnung, wie aus einem köderen Reicherscheinen; und doch muffen sie Naturgestalten so na-he kommen, daß sie zur Geschichte gehören, mithinSymbole und Nicht-Symbole zu seyn scheinen.
Auch hierin waren die Griechen die dreiststenMeister. Ihre Allegorien und Personifikationen, ge-schweige ihre untergeordnete Merkzeichen, sind fastNatursymbole. Daher die reichen Auslegungen ihrerMythologie, moralisch und physisch; nurdurch die innig - bedeutende Naturwahrheit der Vor-stellungen wurden sie möglich und sind uns wohlge-fällig, auch als'Träume. Nirgend schweift in ihnendas Auge der Phantasie jenscit der Natur hinaus;auch die erdichteten Prädikate erscheinen anschaulich-schön, mit Kunst - und Naturweisheit geordnet. Diesbefriedigt das Äuge, indem es den Geist erhebt: den»Unnatur ist dem gebildeten Auge in anschaulichenSymbolen unerträglich.
5. Dem Ohr dagegen sind Symbole von einerandern Art; sie legen ihre Natur ab und werdenselbst, was sie bedeuten. So Töne; ihr Klangund Gang und Rhythmus bedeuten nicht nur, sondernsind Schwingungen des Mediums sowohl als un-srer Empfindungen; daher ihre innigere Wahrheit, ihre
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