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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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der Sittlichkeit betrachtet. §»5

man entweder sein Unbedeutendes einsab oder sonstdesselben müde ward, und vielleicht gar ein andresnoch BedcutungkleerereS, aber Jüngeres, Ecliebtercsan seine Stelle setzte. Der Gedankenlose Theil derMenschen hangt am Symbol; je leerer, desto will-kommener ist ihm dies; für das Leerste streitet eram hitzigste», am stärksten. Zeugen davon sind injeder Kunst und Wissenschaft jene Weltgeprieseneleere Wortschälle, Terminologie? n,Schemen; mittelst dieser faßt man den Pöbelan beiden Ohren und halt ihn fest, bis andre Klän-ge den stumpf-verwöhnten Sinn ablöscn. In jedemStande sind leere Ceremomen, Wort- und Gebebr-densymbole, der Kitt ihrer Verbindung; nehmet ihnweg und manches Gebäude zerfällt Geistlos. AnOhren und Augen wird der Pöbel festgchaltcn durchSymb ole.

4 . Symbole fürs Auge und fürs Ohrsind von verschied» er Wirkung. Ist einSymbol dem Auge leer oder unverständlich, sospricht das Auge: du gehörst nicht für mich ;d u

bist mir zu gelehrt, und du mir unbedeutend, ichdarf eurer entbehren." Die Kunst also, die am Na-turausdruck lebendiger Formen haftet, ist äußerststrenge und sparsatn mit Symbolen; wo sie kann,laßt sie statt.ihrer Handlung sprechen und ge-braucht selbst die angenommene Sprache der sogenann-ten Attribute frei und Geistvoll. In der Ma-lerei, weil sie ihrer noch leichter als die bildendeKunst entbehrt, sind uns die bloßen Symbole, wosie nicht von der Composition belebt werden, alS tvd-tes, fremdes Beiwerk zur Last; selbst die beleb-tere Allegorie, Personifikationen sogar wollen die ver-