414 IV. Schönheit als Symbol
lung, Bon Haltung der Gliedes 'elbff non denenzur Gewohnheit gewordnen Lineamenten des Gesichtsfingt Jorm als Handlung an und reicht, atleStellungen hindurch, bis zum Moment des schwer-sten Entschlusses, des inniqsten ?!ff.kts, der herzlich-sten Lhellnadme oder Mißhandlung. Das ruinasteCharakterbild einer einfach - menschlichen Vorstellungwird uns nicht minder Spiegel der Seele alsdie größte historische Composition einer Begebenheit,an der jeder doch nur nach seiner A et, in sei-nem Charakter Tbeil nahm. Jedem Gesicht, jederMiene und Stellung ahnen wir gleichsam ab, waseS tbun könne, was es thun würde; und sindum so alücklicher, wenn dieses uns in Handlung ge-zeigt wird. Daher die hohe Zufriedenheit, wennin einer Üarstellung bis aufs Kleinste, bis aufs Tod-te sogar, sich dieser Handlungsvolie Charakter derLebenden verbreitet. Nichts bleibt uns sodann zuwünschen übrig: denn Alles, sägen wir, ist Geistund Seele. Das sonst unbedeutende symbo-l i s i r e t.
3 . Giebt also das Lebende dem Tobten Bedeu-tung: so konnte es nicht fehlen, daß an sehr
merkwürdigen- Geist und Bedeutungs-vollen Charakteren Alles bedeutendward. An geliebten Personen gewinnt Alles 'Reiz;an AuakreonS Knaben gehörte auch das ihn auszcich-nende Maal zu seiner eigenihümlichen Schönheit. Sostieg das convenlionelle Symbolische zum Na-tursymbol hinauf; es ward nicht anbcfohlen, nochweniger kalt verabredet; stillschweigend, aus Be-wunderung, aus Liebe und Nachahmung wards an-genommen und erhielt sich durch Gewohnheit, bis