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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
409
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der Sittlichkeit betrachtet. 4«^

erregen, die etwas mit dem Bcwußrscrn eines durchmoralische Urtheile bewirkten Gclnüths-zuftandes Analogisches enthalten." Wie? Das wei-ße Kleid, weil cs (etwa bei jeder Nymphe, die estragt) die Unschuld bedeutet,gefallt mit einem An-spruch auf jedes Andern Beistimmung, in einer Be-ziehung , die jedermann natürlich ist und die auch je-dermann andern als Pflicht zumuth.et *)," die weißeFarbe für unschuldig und auch nur in dieser Rück-sicht für schön zu halten? Längst hat die Philoso-phie, sowohl in Zeichen überhaupt, als in Spracheund Kunst unterschieden, was darstellende undblos durch einen Ncbenbegnff erinnernde Zeichen,waS DcnkmahIe oder einer Sache anhaftende Cha-raktere, was Bild (rn«wu) Omblem oder bloßeRede figuv sey, und auch bei dielen hat sie F i-gur und Tropus, Metapher, Allegorie,Gleichniß, endlich bildliche Spielwcrke, R e b u s,Scharaden, Logogryphen u. f. sorgfältiguntecjchieden. Diesen Unterschied verkennen, unterdem Namen Symbol das Verschiedenste werfen, fetztuns in eine Worcverwirrung zurück, der wir unslangst entkommen glaubten. Nur dem Zöglinge derkritisch - d.sporischen Schule kann es alsnatürlichePflicht zugemuthet werden, die weiße Farbe als einSymbol der Unschuld, die rofenrothe als ein Bildsittlicher Zärtlichkeit, so wie die Handmühle- als einSymbol der Despotie anzusehen, und jene, auch nurdeshalb, schön zu finden."

Und was will diese durch Kleider und Farbensymbolisirte Sittlichkeit sagen?Das Gemüth