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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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und Künste». 403

Seiten auf die sanfteste, wirksamste Weife hinwegzu-thun, dazu find die Künste der Musin; oder siesind Trödel.

Dritte Frage.

Wie wirken Wissenschaften und Kün-ste zur Cultuc der Menschheit?

Jede durch das, was sie ist, Wissenschaft durchWissen, durch Können Kunst. Beide Wortebezeichnen die Sache selbst mit Nachdruck.

Was ich weiß, weiß ich; niemand als Krank-heit, Alter oder der Tod können mir die Wissenschaftranben. Ein m e hr e re s Wisse» zerstört sie nicht,sondern vermehrt sie, gründet sie tiefer, hellet sic auf.Was ich weiß, kann ich auch mittbeilen, klarund deutlich, wie ichs weiß; jede Unklarheit ist deSNichtwissens Tochter. Wer wollte nun eben dem,wa^ die Menschheit bilden soll, dem Schönen, dieWissenschaft nehmen? Bilde ich durch das, wasich nicht weiß ? Ward nicht allein durch das, waSals Wissenschaft in den andern übergieng und vonihm als solche angewandt ward, die Menschheit ge«bildet? eben daS Wissenschaftliche der Wissenschaftgab ibr Form, Nei;; eben dies machte den Empfan-gend.» (denn das Formlose theilt sich nicht mit) zumErfassen und Anwendcn derselben geschickt, und mun-ter. Dadurch ward die Wissenschaft ihm schön undbildend.

Ehe das Monochord, oder auch nur Pans Hir-tenflöte erfunden ward, wer halte an eine Wiffen-^ schafc der Töne gedacht oder sie möglich erachtet?Ehe die Buchstabenschrift erfunden wa. , wer träum-te von einer Wissenschaft articulirter ..rede, wie wir

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