III. Won schönen Wissenschaften
durch Eultur, Werk durch Werk: eine gebildeteNatur nur durch edlere, glücklichere Naturen. Alsowas lebt, ist ein Agent der Zeit und muß ihr Ge-schäft fördern. Wer wagts die Grenzen zu bestim-men, wie weit die Natur und zwar Alles in ihrcultivirt werden könne und werde ? Da von ibrcn Elemen-ten an bis zu ihre» böchsten Produkten AllesmitAl-l e m unzähliger Mischungen, Umwandlungen, Anwen-dungen fähig ist, und Ein neugetroffener Punkt der Ver-bindung und Analogie mehrercrKrafte eine Welt neu-er H a r m v n i e e n und A n o r d n un g e n giebt; wieviele dergleichen noch uncntdeckte Welten schlummern indieser! Wie viel und doch wie wenig Punkte all-gemeiner Verbindungen sind noch zu Tage geför-dert! Die Zeit wird sie fördern, und wir wollen dietrage Zeit treiben.
Die menschliche Gesellschaft, dieMens chheit sogar — welcher Cultur bedarf sienoch in vielen, in allen Standen! Gräßliche Stim-men erheben sich hier, Geschrei der Halbmenschcn,der Unmenschen: Seufzer der gcmißbrauchten, derdienenden, duldenden Ereatur. Diese wünscht undhoffet; jene protestiren wider alle weitere Ausbildung.Die Zeit fördert sie, sie fördert gewaltig. Lasset ei-nige Zeit einige entbehrliche Künste unbearbeitetbleiben; statt ihrer werden Kräfte geübet. Die eisteund größeste Frage selbst: „wie bildet und mißbil-
det sich eine menschliche Gesellschaft?" trat in küh-nen und schrecklichen Versuchen eben jetzt der Weltvor Augen. Wer lernen kann, lerne. Kurz undnochmals gesagt, den Menschen als Menschen zu er-ziehen und auszubilden, das Thierische in ihm gegensich und die Gesellschaft unvermerkt und von allen