Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
401
Einzelbild herunterladen
 

lMWW

und Künsten.. ^or

selbst nur das sind, wozu sie Zeit und Zufall mach-te, lehrt die Erfahrung. Unstreitig Hebt es! mehrGebildete von Kopf, Gebildete in Zalenten, Sitten,im Geschmack, als von Geist, Herz und Charakter.Die schönste Kunst ist, die mit dem Verständeauch die Empfindung des Vortrefflichen in uns läu-tert, und unsre Neigungen zu Zhm, nur zu Ihm,dem Edelsten, dem Vortrefflichsten beflügelt. HeilAlsim, was' zu ihr beitragt! zur schönsten Kunst deShöchsten Schönen.

Zweite Frage.

Was ist durch Menschen bildbar?

Alles. Die Natur, die menschliche Gesellschaft,die Menschheit.

Die Natur. Wie sehr ist sie durch Verstandund Fleiß und gute Neigungen der Menschen ver-schönt, d. i. zu einer Harmonie und Vollkommenheitgebracht worden, die sie, sich selbst überlassen, nichterreichte! Wer mag es laugnen, daß viele ihrerProdukte, wie die Natur sic jetzt hervorbringt, demcultivirenden Genius der Menschen zugchören? Schö-ne Künste! Wer mag es aber auch laugnen, daßdurch Abgeschmacktheit der Menschen die Natur ver-wüstet und verstümmelt, ihr Anbau und ihre Vervoll-kommung erschwert und aufgehalten werde; wer mageS laugnen? Wir wollen cs nicht der tragen Zeitüberlassen, daß s i e diese Verwüster und Verstümm-let' der Natur, oder die tragen Zögerer ihrer Ausbil-dung wegräume: denn da manche sogenannten Prin-cipien, Manchen angebohrne Gesetzlosigkeiten sind, unddie Neigungen dazu mit ihnen neu gebohrcn werden,so geschähe dieo Werk niemals. Eultur wird nurHerdersWerke z. Phit. u. Gesch. XV. Ec