und Künsten.
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sole Luftgebilde zerfliegen; aber Kunst, in Vor-bildern sichtbar, durch U e b u n g eindrücklich,durch Wissenschaft gründlich, sie bildet. Wienun Jeder nach seiner herrschenden Anlage undSeelcnkraft, seinem Zweck gemäß, jedoch alwgebildet werde, daß auch der Phantasiercichste n.chtohne Verstand dichte, der festeste Urtheiler nicht ebneWitz und Scharfsinn richte, der abstrakteste Ver-nünftler mit Wortschatten nie spiele; dieß ist dasgroße Werk der erziehenden Pallas - Minerva. Sieübet es fortgchend durch alle Zeiten, immer mehrdas Urtheil läuternd, immer mehr den Verstand be-festigend und erheb,",:!). Wie manchen Phantomender Einbildungskraft und Vernünftcley, wie man-chem falschen Witz und Scharfsinn, albernen Dich-tungen, Verstandlosen Hypothesen haben wir entsa.ctund werden ihnen entsagen — wodurch? durch Hülfeverständiger Grundsätze, Ucbungcn und Muster.Wenn das Bessere dasteht, schämt sich das Schlech-tere , und so sehr cs der falsche Geschmack f,'schaltenwill, es verschwindet. Verzweifle niemand an derMacht des Wahren und Schönen; wie di, Sonnehinter Wolke», schafft cs sich Raum und leuchtet.Verzweifle niemand an der Macht der Natur imWinter; der Frühling kommt und das alte dürreLaub fallt.
4. Unsre Neigungen selbst werden nichtanders als durch Künste und Wissenschaften einesSchönen, eines Schöneren und Schönsten gebildet.Befehle sagen was zu lhun sey; sie sagen aber nicht,wie es geihan, und von uns gethan werde; nochweniger geben sic Willen und Kräfte. Dieß alleserweckt ein Bild, eine Form und Ue bring des