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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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edelgcbildeten Mann vom Gladiator, auch dcmWcrrh nach, unterscheiden. ssioch stehen viele soqc-nannt schöne Künste in zu hohem, andre ungleichmehr bildende, anständigere, nutzbarere in zu ge-ringem Werlh; die Waage des Urtheils ist in derHand der Zeit; sie, die sich langsam besinnt undbann schnell entscheidet, wird manche Gewichteandern.

2. Die edlen Sinne der Menschheit,Auge, Ohr, Hand und Zunge, fordern Ausbildung:Wissenschaften und Künste, die sie cultiviren, heißenschöne Wissenschaften, schöne Künste. Was demAuge ein richtiges Maas, ein schnelles Urthei! überrichtige, schickliche, schöne Gestalten giebt, und csdurch die Hand, die Hand durchs Auge bildet; wasdas Ohr gewöhnt, verständig zu hören, nicht nurTöne, sondern auch Gedanken der menschlichen Rede;was die Zunge gewöhnt, diese Gedanken auszudrü-cken, wie ihre Natur und ihr Zweck eS fordern;das ist schöne Kunst und cullivirt den Menschen:den» wer weder ersehen noch vernehmen kann,ob er gleich siehet und hört; wer viel zu sprechen,aber nichts zu sagen, geschweige recht und gefälligzu sagen weiß, H ist ein Ungebildeter, wie werAuge, Ohr, Hand, Zunge an keiner Kunst derEurythmie versucht hat, ein Böotier heißt und denNamen verdienet. In welcher Ordnung und Pro-portion, zu welchen Zwecken, mit welcher Wohlan-siändigkeit diese Sinne geübt und ausgebildet werden,

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