und Künsten. ^5
gungen und Verstümmelungen, liier, da und dort,einen Maas st ab nicht nur, sondern auch eineRegel der Würdigung des vielarrig Schönen,d. i. Bildenden giebt für alle Zeiten und Völker.
Je reiner und umfassender nämlich man denBegriff der M e n s c h c n n a t u r nach Anlagen undZwecken anerkannte, je bessere Mittel man wählte,die vorzüglichsten Anlagen zu den vorzüglichsten Zwe-cken auszubilden, und sich in Anwendung dieserMittel aufs schicklichste nahm, desto würdiger triebman Wissenschaften und Künste des Schönen. Da-gegen , wenn man an Tandeleyen und Nebenbegrif-fen hing, und mit Vcrabsaumung des Großen undEdlen zu kleinen Zwecken niedrige, wohl gar un-schickliche Mittel anwandtc, desto enger und tiefersetzte man nicht nur die Menschheit hinab, sondernentwürdigte den Begriff des Schönen. Lhngeachtetaller dieser Entweihungen aber, in Rittersalcn so-wohl als in wissenschaftlichen und Kunstschulen konn-te man so wenig der Menschheit ihre Natur, einefortgehendc Tendenz z u r A n s b i l du n g, alsunter allen Abwechselungen des Wcrthes dieser oderjcwr Kunst, der Cultur dieser oder jener Seelen-krafte, den schönen Künsten überhaupt ihre Ten-denz nehmen; diese ist, die Menschheit in ihremganzen Umfange nuSzubilden, was irgend in ihrund durch sie cultivabel ist, mit immer größererHarmonie und Energie zu culuvircn. Dieser, dereinnge und ewige Begriff des menschlich-Sehönen ist einer Auseinandersetzung nicht un-werth.