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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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und Künsten.

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sinn des Wert-;, zum Spiel macht; über die bil-denden Künste sowohl, als über die Kunst, dieEmpfindungen wirkt, ist von ihr nichts, was zumWesen Jeder und zum Wesen Aller dient, geredet.Ueberhaupt wie unterscheiden N e d e n , Bilden undEmp fi n dun g w i r k en das Gebiet der Künste?

Angenehme Künste sind die, welche bloß zumGenüsse abgezweckt werden, dergleichen alledie Reize sind, welche die Gesellschaft an einerLasel vergnügen kennen. Die Art, wie der Tischezum Genüsse ausgerüstet ist, bei großenGelagen die Ta fel m usik. Dazu gehören fer-ner alle Spiele, die weiter kein Interesse bei sichführen, als die Zeit unvermerkt verlaufen zu ma-chen. *) Alle die Reize, welche die Gesellschaftan einer Tafel vergnügen können, als: unterhal-tend zu erzählen, die Gesellschaft in freimütbige undunterhaltende Gesprächigkeit zu versetzen, durch Scherzund Lachen sie zu einem gewissen Ton der Lustigkeitzu stimmen, wo, wie man sagt, manches ins Gc-lag hinein geschwatzt werden kann u. f."Die Alten nannte» diese Annehmlichkeiten Para-sit e n k ü n s t e.

Schöiie Kunst ist eine Borstellungsart, die fürsich selbst zweckmäßig ist, und obgleich ohne Zweck,dennoch die Eultur der Gemüthskrafle zur geselli-gen Mittheilung befördert."**) Kunst eineBorstellungsart? für sich selbst zweckmäßig, dennochohne Zweck? die Eulcur der Gemüthskrafle nur zur

*) S. 176.

*') S. 176.