III. Von schönen Wissenschaften
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welche andre Nation ein Werk wie Sulzers Wör-terbuch der schönen Künste und Wissenschaften habe?
1 3 . Auch die Bibliothek der schönen Wissen-schaften *) hat für Deutschland kein kleines Verdienst,indnn sic die Kunde des Geschmacks und Geniesüber niedrere cultivirte Nationen ausbreit ke und dieGrundsätze der ÄIwn dabei nicht ausschloß. Derfreie, alle Künste des Schönen umfassende Geschmack,zu ''enr mit Sache und sthat (denn in EinzelnenGebUdemn war er langst vorhanden) Lcssing alsKnicker so viel beigetragcn, bekam in ihr eineSprachstatte. Zu eben der Zeit trat Winkel-m a n n auf, der in Sachen der Kunst mit HellerFack-l vorleuchckte; der Musik fehlte es auch nichtau Theoristen. Die Sammluna vermisch-ter Schriften, die zu Beförderung sammt-lichcr schönen Wissenschaften und Künste, ausallen gebildckn Sprachen angefangen ward, **)zeigte, daß wir endlich der Ansicht andrer Nationengleichständcn und nicht mehr im untern Stockwerkdes Fccht - und Tanzbodens oder des SchulkerkerSund Auditoriums saßen.
14. Für viele indcfi ist der Begriff der schönenWissenschaften noch so unbestimmt als er war, unddie „Kritik" stürzt uns mit Grundsätzen sowohl alsmit ihrer Eintheilung ins alle Chaos wieder. Ihresogenannt redende Künste sind auf ein Wort-spiel gebaut, das beide, und zwar nicht im Kunst-
*) 2m Jahr 1757.
") Berlin, bei Nicolai 175g.