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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und K ü nste n.

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-ncs, wie die Romane, die Regeln für dcn oouv-tois und uortssano, uni deurlichstcn aber die zusolchem Zweck geschriebne Zahllose Bibliothek derschonen und galanten Li te r c, tu r .der vorigenJahrhunderte in Italien, Spanien, vorzüglich inFrankreich zeigen. Die bollss lattres sollten demdumpfen Junker d.n Geist aufklären, die Sprachebilden, seinen Umgang würzen, seine Sitten mil-dern , wie die k>-aiax arts seinen adclichcn Körperstärkten. Hier also gingen beides Isttros undbsaux urts allmählich aus einandcr. Jene enthiel-ten was man las, diese, was man trieb; jeneswar galante und galantmachende Literatur, dieß Rit-terkünste. Manchen viel jüngern Anstalten für dcnAdel und die sogenannten höheren Stande lag, wennman von schonen Wissenschaften und Kün-sten, bsllss lcwtrns nt baaux nrts, sprach, kcinreinerer und hollerer, als dieser Begriff, zum Grunde.

4. Je tiefer also eine Nation in Cultur undPolitur der obern Stande stand, desto niedrigerformte man sich den Begriff der schönen Wis-senschaften, im gewöhnlichen Verstände. Nochin d>r Mitte des abgchenden Jahrhunderts machtewenig mehr als Reiten, Jagen, Fechten, Ballschla-gen, Voltigiren, Tanzen das Register der schönenKünste aus, die man außer dem Pcdanlismusder Schulen dafür anuahm; die Kenntniß dieserKünste, sammt etwa der theatralischen und edlenWappenkunft hießen die schönen Wissenschaf-ten unsrer Ritter und Helden. *)

*) Sie sind galant zusammcngefaßi wie in mehrerenBüchern, so in dem curiosen Reit-, Jagd-,Herders Werke z. Phil. u. Gesch. XV, B b L-ttsxone,