Don schönen Wissenschaften und Künsten.
Vielleicht sind wenige Worte in der Sprache s»unbestimmt, als die Namen „schöne Wissen-schaften und Künste." Bei dem verworrenenBegriff, den man mit ihnen verbindet, weiß manoft nicht, was sie bedeuten, noch weniger, woherund zwar in mehreren neueren Sprachen diese Un-bestimmtheit kommt? Lasset uns die Kritik darüberhören.
„Was den gewöhnlichen Ausdruck „schöneWissenschaften" veranlaßt hat, ist ohne Zweifelnichts anders, als daß man ganz richtig bemerkt hat,es werde zur schönen Kunst in ihrer ganzen Voll-kommenheit viel Wissenschaft, als z. B. Kenntnißalter Sprachen, Belesenheit der Autoren, die fürKlassiker gelten, Geschichte, Kenntniß der Alterlhü-mer u. s. w. erfordert, und um daher diese histo-rische Wissenschaften, weil sie zur schönen Kunstdie nothwendige Vorbereitung und Grundlage aus-machen, zum Theil auch, weil darunter selbst die