des Schönen.
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fundnen System gelanget, wie Aegypter und Indierbeweisen. Weder jene noch diese zeigen davon auchin ihren sonst feinsten Zeichnungen eine Spur; bei-de zeichnen zurückgehende Stirnen, die kein Homerund Phidias vergeistete, d. i. idealisirte.
-7. Ungereimter Mißverstand ists, wenn mandas Idealismen mit dem Moralisiren verwechselt undz. B. in der Epopee und im Drama sogar den stei-fen oder stolzen moralischen Gliedermannfür ein Ideal halt. Dieser wird nicht geschaffen,sondern gemacht und zusammengeschrieben; er wirktnicht, sondern hindert und steht im Wege. Da jedeKunst Charaktere, d. i. lebendige Wesen zuihrem Zweck, nach ihrer Weise idealisiret, so wird,wo kein Charakter sichtbar, kein Zweck und keineWeise empfindbar sind oder Eins dem Andern ent-gegenstrebet, der Name Ideal sowohl als Realelend gemißbraucht; denn Jener ist nur die höchsteIdee dieses; dies nur der völligste Ausdruck vonJenem. Die edelsten Geister sinds, bie beide in ein-ander sehen, beyde in einander auf ewige Zeiten hinuntrennbar verbinden.
8. Das Ideal hat auch darinn etwas Zauberi-sches in sich, daß, weil es das reinste Wesenbaste,mithin das innerste Leben darstellt, selbst in bestehen-den Formen uns mit Leben, d. i. mit einer Art Pro-gression täuschet. Der Koloß wächst gleichsamvor unfern Augen; Apollo schreitet; das himmlischeGewächs, Aphrodite, sproßt vor unfern Augen; jelanger ich ins Antlitz des ehrwürdigen Zevs, derKönigin Here schaue, desto ehrwürdiger wird Jenes,desto majestätischer dieses. Den Punkt des sich of-fenbarenden wachsenden Lebens trafen die Griechen