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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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I. Vom Erhabnen.

menschlichen Natur vereint, und in Gesinnungen so-wohl als in That wirksam, dann nur dann bildensie den Erhabnen. Die kritische Schule hat langeund oft jenes Epiphonem zurKritik der prakti-schen Vernunft: Zwei Dinge erfüllen das Gemüthmit immer neuer und zunehmender Bewunderungund Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich dasNachdenken damit beschäftigt: der bestirnte

Himmel übcr mir und das moralischeGesetz in mir" als den erhabensten Spruch be-wundert, den je ein Mund sagte; ich will ihm seineWürde nicht rauben. Aber beides, der gestirnteHimmel und das moralische Gesetz zusammengestellt,was will die Parallele? Ist sie ein Wunsch, daßwie droben Ein großes Gesetz alle Sterne und Son-nen ordnet, auch das Gesetz in uns eben so wirk-sam die moralische Welt beherrsche und ordne, sokennen wir ihn längst in der einfach-erhabnen Bitte,daß der Wille des Ewigen von uns hienieden ge-schehe, wie droben: der dcmüthige Wunsch schlägtzugleich aber auch unfern Blick nieder. Denn herrschtdas moralische Gesetz in unsrer Brust, wie drobenin allen Welten das Gesetz der Bewegung? Einesolche Zusammenstellung demüthiget uns tief. Sollsie aber, vielleicht gegen die Absicht dessen, der sieaussprach, ein stolzer Spruch senn, daß wiedroben der Schöpfer Heere von Welten geordnet,so der ^kritische Philosoph als Autonom durch seinkategorisches Soll auch eine Welt ordne: so lahmtdie Vergleichung. Ein Gesetz, das nicht befolgtwird, das ohne Motive auch nicht befolgt werdenkann, absolut aussprcchcn ist leicht; aber halten!halten! Die Parallele wird also ein dunkler Conirast;