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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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I. Vom Erhabnen.

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endlich - ausströmendeSubjektivität im Leeren, oh-ne Objekt, Maas und Grenze," wie fern ist ervon aller Dichtkunst!

r2. Man zeichnet bei Dichtern erhabne Stellen,Gesinnungen, Charaktere, Situationen aus; macheman den Versuch, ob die erhabensten, die sich inaller Welt finden, nicht eben die sind, wo ans Un-ermessene Maas gelegt, und eben dieß Hohe,Ucberschwengliche, an Daseyn oder an Kraft, dasunerreichbar schien, als erreicht dargestellt wird.Ocdipus Schicksal, vor allem sein Tod, Äjax Schick-sal, vor allem sein Schweigen in der Unterwelt,die Waage, womit Zevs Hektars Tod waget, ge-hören zum Erhabensten der Griechen; stellen sie unsnicht ein Unbegreifliches begreiflich, ein Unermeßba-res ermessen dar? So jenes uralte Buch, wo einunbescholtener Mann nach großer Ergebung, gleich-sam gezwungen, mit dem Schicksal kämpft, undauf seinem Aschcnhaufen mit dem Leichter der Weltrechtet. Gewiß nicht nur jene Stelle, die Burkeanfübrt, *) ist erhaben; sondern vielmehr derGrund des Werks, sein Fo rt - un d Aus-gang. Die Rathschlüsse des Weltenfchöpfcrs, desAllregicrers, und das kleine Leben, das kleine Ver-dienst eines Menschen liegen auf einer wagendenWaage. Das wahre und rein - Erhabne muß esdem gesummten Menfchengefühl seyn; alle kleinlicheSprach - und Zeit - Conventionen nutzen sich ab undverschwinden. Aber

*) Hiob st, rZ.