I. Vom Erhabnen.
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zu wetteifern. Himmel und Erde z. B. setzte Phi-dias nicht in Erschütterung, als er seinen Zevsbildete; kein griechischer Künstler wollte die Stimmedes Ares, wenn er wie zehntausend Krieger schrieoder Hufeulange Glieder der Götter bilden; Züge,die der lebendigen Energie der Dichtkunst allein zu-gehvrten. Eben so wenig wollte Homer in irgendeiner Schilderung das Unding einer „reinen Objek-tivität" erreichen, durch welche das Wesen seinerKunst rein vernichtet wäre. Gehet alle seine Figu-ren und Formen, selbst seine Bilder aus AchillsSchilde durch; ihre stehende Form ist aufgehoben;sie bewegen sich, sie leben. Genau in dem Maasschreiten sie uns vorüber, als unsre Phantasie siefassen, unsre Empfindung sie festhalten kann; keinMoment langer; von kalt-reiner und rein-kalterObjektivität ist bei ihm kein Gedanke. Dagegen istvon reiuwarmer Subjektivität bei ihm eben sowenig die Rede. Im Unermeßlichen schwimmen undsich darin baden, und darin wüthen und toben;dieser erhabne Mysticiömus im Abgrunde des Un-endlichen, diese aus - und fortströmende Fülle imabsoluten Nichts und All, im Leeren und immerLeeren, ist eben so ungriechisch als übermenschlich.Von einer Transcendenz unermeßlicher Gefühle weißkein griechischer Dichter; Lang in hat sie mit ih-rem eigentlichen Namen Transscendcnz, (U7v5§-sZ«72>') zum falsch - Erhabnen gczählet.
ir. Besteht also das Erhabne hörbarer Vor-stellungen in ihrer fortschreitenden Wir-kung, so führt es sich, nur in einer andern Di-mension, auf die Erklärung zurück, die wir bei
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