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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
341
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I. Vom Erhabnen. 3.^

verschlossenen Brust unaussprechlich, unvergeßlichwieder?

4 . Wodurch wird diefi Erhabene oder vielmehrdiese Erhebung der Seele in Worten und Tönen be-wirket? Ohne Zweifel Erstens, daß uns durchden gehörten Klang auf Einmal der Faden un-srer Gedanken und Zcitmomcnke zerrissen wird,indem wir in eine neue Reihe der Dinge und Suc-cessionen plötzlich versetzt werden. Dieß bewirkt je-der Schall oder Klang, der uns auf Einmal viel«»kündigt. So der Donner, das Horn, die Tuba;sie wecken und fordern zur That oder zu großen Er-wartungen auf. Große Ankündigungen der Musik(Ouvertüren) mit innegehaltnen, wicdcrkommendenAufrufen, Ehöre, hohe Anklange der lyrischen Poe-sie thun ein Gleiches. Erwache, rufen sie demMenschengemüth--, erwache!

5. Und wenn sich zweitens Stimmen undTöne wie Wogen des Meers sammeln und stei-gen und schwellen hinauf, uns hebend und tragendüber der Fluch des Gesangs; neue Wellen desStroms strömen hinan und brechen jene, uns höherund höher zu tragen; oder in sanftem Bewegungenhebt uns höher und höher der Hauch der Winde,oas lispelnde Hacfengetön, bis wir (wie auf jenemSymbol der- vier Lebendigen), wie über der Schö-pfung schwebend, all' ihrc^Harmonieen im Zufammen-klang zu empfinden glauben; wie verschwcben unsalsdann Bilder und Formen! Kaum andeutendwagt der Griffel Luftgebilde dieser Art zu bezeichnen;iclbsi wenn der Dichter sie mahlt, laßt er ver-lchweben die Züge und zuletzt sich in Stimmen aus-

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