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I. Bo m E r h abne n.
aus als ein bloßes Verhältnis. Das Erhabcn-Schö-ne, in andern das Scho» - Erhabne ist der Zweck-Hafte Geist, der den Bau erfüllt, der im Bauwobnet. So ist z. B. das Erhabene der Petrrskir-che dem Sinn und Geist nichts anders als die höchst-berechnete Proportion der Größe und Pracht, in dersie dasteht; da sie aber nicht wie die Gebäude derAlten sichtbar von Geist erfüllet und belebt ist, sowird das kleinere Pantheon dem Gefühl erhabner wiesie; ja im Geist der christlichen Andacht wirds man-che kleine Kirche und Eapclle, ja manches Grabmal.Dem Auge erscheint sie nie ganz, dazu auch bei gro-ßer Versammlung leer und immer leer; der Zweck,der sie als ein Eins in -Vielem beleben soll, erscheintuns auch bey den größcsten Feierlichkeiten nur inzerstücklen Gliedern.
2. Die Bildnerei; ihr Höchstes ist das Er-habne. Mit unbeschreiblicher Macht wirkt der soge-nannte heilige Styl der Griechen auf die Seele,und läßt weit hinter sich das Gezierte: denn in we-nigen, oft scharfen und rohen Formen giebt ec einso stark - und festgehaltenes Eins, und mit ihm dasGrößte, über welches die ergriffene Phantasie nichthinaus kann. Die uralte Gestalt der stürmendenPallas wirft die jüngere, obwohl auch eine Heiden-jungfrau, an Wirkung zu Boden. Je naher über-haupt dem alten Götter - und Heldenstyl, desto ein-facher und kräftiger wirken die Formen. Woher dies?Ein Wort beantwortet das andre; daS Einfachegiebt dem Bilde Kraft, kraftvolle Einheitschafft und ist das Erhabne. Woher es gekommen,daß seit Hadrians Zeiten nicht nur aus der Bild-ner«,