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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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I. Vom Erhabnen.

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hen Geruch, Geschmack ». f. Fühle ich den erhab-nen Schauder, in dem ich für das Glück, noch mehraber für die Gesinnung und den Entschluß eines übernnch erhabnen Wesens mitleidend zittre; so ist diesein Schauder der Seele, ein hohes Mitgefühl mitDem, der dies Gefühl verdienet. Wird mir dage-gen der Schauder durch Unlhatcn eines Bösewichtserpreßt, desgleichen die Sonne nicht sah, desgleichendie menschliche Nalur nicht leidet, so ist mein Ge-fühl Schauder vor dem Abgrunde (Baihos) oder Ab-scheu vor der Henkerkunst, die mit solchen Gefühlenaus und für und zu nichts martert. Ossine, Oar-uikex! rufe ich dem Dichter oder Künstler des ge-schundenen Bartholomaus zu, der seine Kunst somißversteht und mißbraucht. Jagt endlich der Phi-losoph selbst mir Schauder ein, daß ich die Allbeitzu erfassen, aus mir selbst steigen oder ewig nachEtwas Haschen soll, von dem ich einsehe, es sey übermeine Natur hinaus, ihr unangemessen, mithin zuihr nicht gehörig, so würde Longin dies geradezuUnnatur, Frost nennen: denn Frost erweckt

Schauder.

Zur Natur gehören wir; völlig außer und überihr kennen wir kein Erhabnes. Der Einzig - undAllerhabene ist ohne sinnliches Bild, ohne Maasund Größe. Also nur die feineren Sinne unsrer Natursind Pforten zum Gefühl und Begriff des Natur-Erhabnen, und zwar, wenn wir auf die erste körper-liche Bedeutung des Worts achten, so kann

r. Dem tastenden Gefühl selbst der Be-griff nicht abgcsprochen werden. Die Sehnsucht je-nes blinden Greises, der eine lange Reise that, um