I. Vom Erhabnen.
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5. Was also auch in menschlichen Kräften die-ser himmlischen Höhe gleich wirkt, nennen wir er-haben, himmlisch, göttlich. Hohe Gedankensind, die viel umfassen, viel geben; sie geben Licht;sie vricutiren eine Welt von Begriffen unter ihnen,und tbcilen sie ab in Ost und West, in Berg undThal, in Länder und Meere mit ihren Erzeugnissenund Bewohnern; jedem Gegenstände sein Licht,seine Farbe und Haltung gebend. Hohe Ge-sinnungen —
Vli'ins, repulsnc! noscin sorclielas,Inikiinlnarls kulgst Iinnnvidns —vulgäres et ncliiniLpeimir bumuni kugieurs penus»
Von der Höhe hinab werden sie glanzende Vor-bilder in stillem Einfluß. Tytancn, die den Him-mel erstürmen wollen, sind nicht die Erhabnen;Jupiter ist der hohe, wallend in ruhiger Himmels-klarheit. Am Fuß seines Olymps zerthcilm sich Un-gewittcr und Stürme; Er regiert segnend.
6. Hohe Gesinnungen drücken sich also ohnePomp auf die einfachste Weise aus, inWorten wie in Thaten. Das morgenländische „Erwill und es wird. Er gebeut; es stehet da.
Nacht war; es wehte lebendiger Geist;
Da sprach die Stimme:
„Sey Licht!" und es ward Licht! —
Formeln dieser Art werden dem Erhabenen im-mer der angemesscndste Ausdruck bleiben. Es ver-