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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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7. Vom Erhabnen.

der Begriffe sinds, wenn inan das Erhabne in Nachtund Nebel, in Höhlen und Tiefen, im Grausendcn,Furchtbaren, gar im Formlosen sucht und sich daselbstFormlos verlieret. Verwirrung der Gefühle ists,wenn man dis seligste Empfindung, über sich selbsterhoben zu werden, zum Kampf der Titanen macht,die von der ihnen unangemcßenen Höhe angezogen undhinabgcschleudert, in der grausen Tiefe ihr Grab fan-den. Dies falsch-anstrebende Gefühl des Erhabnenhieß den Griechen P ar enth yr sus.

?I. Grund des Erhabnen in der Natur undder menschlichen Empfindung.

L. Der höchste Punkt über uns, unser Zenith,durchschneidct uns und die Welt bis zum tiefstenNadir hinab; ringsum breitet unser Augcnmaaseinen Horizont aus unter dem hohen Hemisphär, indem wir leben! Zu unscrm Zcnith hinauf kön-nen wir nicht; der eingebildete Punkt steigt höher.Zum Nadir hinab wollen wir nicht; der eingebil-dete Punkt sinkt tiefer; wir haben im Universumunfern Standpunkt, an dem wir haften.

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