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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
327
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I. Vom Erhabnen.

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eine hohe Gestalt in sich selbst ein Höhen m aaskraget.

7. Von -Kindheit auf haben wir dies Höhen-maas üben gelernt; der Begriff der Höhe zeichnetesich uns früh in die Seele. Was hoch ist, wirdweit gesehen; von einer Höhe flehet man weit um-her, man sichet vieles unter sich, niedrig. Eine Hö-he zu erklimmen, kostet Mühe; sie zu erschwingen,bcdarfs Flügel; daher in allen Sprachen das Ho-he ein Ausdruck der Vortrefflichkeit ward. Ein h osher Muth (Hochgemuth) erstrebt die Höhe; einhoher Sinn hat sie durch Natur innc. HoheGedanken wandeln auf ihr; hohe Begier-den streben hinauf/

8. Was sagen nun aber erhabne Gefüh-

le? was will das Gefühl des Erhabnen?Erhabne Gefühle können keine andre seyn, als diesich wirklich erhaben, d. i. vom Niedrigen ent-fernt, in einer Höhe fühlen. Sic stehen nicht drun-ten und krümmen sich hinauf: sie fühlen sich dro-

ben. Ein Gefühl des Erhabnen, oder amErhabnen kann nichts als die Empfindung seinerHöhe und Vortrefflichkeit epn, mit einem Maas zusich selbst, vielleicht auch mit Sehnsucht zu ihmzu gelangen, gewiß aber mit der Hochachtung,die dem Erhabnen gebühret.

9. Dies Gefühl heißt Elevation, Erhe-bung. Es erhebt zum erhabnen Gegenstände; überuns selbst gehoben, werden wir mit ihm höher, um-fassender, weiter. Nicht Krampf ist dies Gefühl,sondern Erweiterung unsrer Brust, Aufblick und Auf-streben, Erhöhung unsres Daseyns. Verwirrungen