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I. Vom Erhabnen.
sich mit Furcht mischt, Schauder. In bevdensetzt uns die Natur aus unfern Mittelpunkt zurück,uns vor dem Sturz zu sichern; Schwindel wirstunS hinunter. Selbst den schonen Himmel über -oder unter uns, z. B. im Hellen See zu sehen, gicbtnicht einerlei) Eindruck. Aufwärts, erhebt sich un-ser Dlick, er beflügelt unsre Gedanken; der in derTieft zurückgcstrahlte Himmel gicbt ein ruhiges Bild,das vor uns schwimmt, in dein wir uns spiegelnoder sanft versinken. Der Anblick der Weite end-lich erhebt nicht, sondern weitet unsre Seele. Ei-ne große Ebne, wenn nicht Tumult und Gewühl siezerthcilcn, oder fremde Gefühle der Finsterniß, derGefahr, der Einsamkeit u. f. unscrm Gefühl Entse-tzen, Schauder, Grauen, Angst hinzumischcn, giebteinen frohen, ruhigen Anblick. Vinn hat den Be-griff des Erhabenen verwirrt, wenn man alle diese,zum Theil einanvcr widrige, fremde Gefüblc zusam-men mischte. Insonderheit ist der Eindruck der Hö-he und Tiefe dem Naturmenschen sehr verschieden.Allen Nationen, die die freie Weite lieben, ist dieHöhe Himmel; die Hölle war ihnen ein Ab-grund, wohl gar eine enge Spalte, ein grausenvol-ler Kerker.
6. Erhoben ist, was durch eigne oder fremdeKräfte empvrstieg; unscrm Gefühl nach geschiehtohne Mühe kein Heben. Die Sprache abstrahirtvon dieser Mühe des Hebens, wenn sie das, wasin der Hähern Region seiner Natur nach ist, erha-ben nennt, ob dieses Wort gleich eigentlich nicht denOrt, sondern die Form bezeichnet. Eine erhab-ne Form gehet aus einer Flache hervor; so wie