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I. V o m Erhabne n.
welchem sie in der Auffassung der Anschau-ung'getrieben wird, ist gleichsam ein Abgrund,worinu sie sich selbst zu verlieren fürchtet. *) DieQualität des Gefühls des Erhabnen ist: daß cs ein
Gefühl der Unlust über das ästhetischeBe urth e i lun gsv e rm ö g e n an einem Gegen-stände ist, die (Unlust) doch darinn als Zweckmäßigvorgestelll wird; welches dadurch möglich ist, daßdas eigene Unvermögen das Bcwußtseyn eines unbe-schrankten Vermögens desselben Subjekts entdeckt,und das Gemüth das letztere (das unbeschrankte Ver-mögen) nur durch das erstere (das Unvermögen) äst-hetisch bcurtheilen kann."
Antwor t.
Eine Vorstellung des Gefühls vom Erhabnenzum Grausen! Die Fiebererschütterung, das Auf-uud Abstossen am Gegenstände sind convulsivische Be-wegungen, ganz unähnlich jener wahren Erhebungdes Gemüths, das sich dem Erhabnen Gegenständeeben dadurch nahet, indem es vor ihm bescheiden zu-rücktritt, ihn in Gedanken und Neigung aber destobrünstiger umfasset und an ihm hinaufklimmt. DieRegung, mit welcher man sich fühlt, kleiner, alsdas Erhabene zu feyn, ist nicht das Nagen des Nei-des, sondern eine Himmelsluft, die uns hebt undstärket. Welch ein süßes Gefühl ist reine Bewunde-rung! ein Quell neuer Thatigkeit und Jugend. DieBrust erweitert sich; das Herz schlägt hoch auf. Miteinem neuen Geist begabt steigen wir frisch hinan;
*) S. 97.