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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
321
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I. V o m Erh ab n en. 32 r

A nst wort.

Meine Vernunft sagt mir dies Gesetz nicht.Was in der Natur sinnlich-groß ist, behalte seinenWerth, wie das der Vernunft Große den Seinen.

Frage" 18.

Und was das Gefühl dieser übersinnlichenBestimmung in uns rege macht, stimmt zu jenemGesetz zusammen."

Antwort.

Unvernünftiges kann mir die Vernunft nichtgebieten, meiner Einbildungskraft kein absolut Gro-ßes aufdringen, was kein Begriff ist, kein Ungemeß-nes und Unermeßliches ohne Maasstab. Dies gehö-ret der Phantasie, und für diese gab mir die Naturin meinen Sinnen und Seelenkraften so wie Organedes Zusammenstimmcnden, so Maaße des Erhabnen.In Ansehung Jenes legte sie mir überall Typen, inAnsehung dieses allenthalben Maasstabe vor; ver-nachlaßige ich diese, um außer der Natur in einerabsoluten Hohe umherzuschwindeln, so verachte ichihr Gesetz und sie achtet mich; d. i. sie verjagtmich aus der ganzen Region des wirklich Erhabnen.

Frage" 19.

Das Gemüth fühlt sich in der Vorstellung desErhabnen in der Natur bewegt. Diese Bewegungkann, (vornehmlich in ihrem Anfang) mit einer Er-schütterung verglichen werden, d. i. mit einemschnellwechselnden Abstößen und Anziehen des Objekts.Das Ueberschwangliche der Einbildungskraft, bis zu

HerdersWcrke z. Phit. u. Gesch. XV. 3 :

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