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desto tiefer drückt sich ihr mit dem Inhalt die schlech-te Form ein; offenbar zu ihrem mindern Nutzenals Schaden. In dieser Geschmacklosen Form undManier denkt sie jetzt weiter. Hatte die kritische Phi-losophie uns Geheimnisse entdeckt, die von der WeltAnfänge an verborgen gewesen waren; die Art ih-rer Entdeckung hat einen Skotismus verbreitet, dervon Lehrstühlen bis zu Kanzeln und zum Theaterreichet.
3. Nichts schadet dem schlaffen odet unreifenund verwirrten Geschmack einer Nation mehr, alswenn man ihm alles zum Spiel macht, unddies Geschmacksspiel sogar auf seynsollende Grund-sätze desselben, auf Wortspiele gründet. Dadurchwird dem gleichgültigen oder dem glaubenden Haufendann Alles ein Spiel, ein Zeitvertreib zum Jahnen,ohne Theilnehmende Erfassung des lebendigen Punktsvon Zweck und Wirkung, mithin ohne wahren Ge-schmack und Ankhcil. Jetzt wird mit dieser, jetztmit jener Form gespielt, bald der Esel gelobt, baldSatanas apodiktisch erwiesen; Kraft der Antinomie-en des Geschmacks sind alle Geschmacke gut und heil-sam. Dieser Gaukelei sollte sich entgegen setzen, wasGeschmack hat: denn durch sie wird dem Menschen-
geschlecht alle wesenhafte Freude und Theilnehmungvon Grundaus verderbet. Je artiger die leere Formist: desto schädlicher ist das Gespenst: denn es
lüget. Es lügt Gesinnungen, Empfindungen; dieWahrheit selbst ist ihm Gesetzmäßig Hypokrisis,Lüge. Da dieser kritische Wahn durch apodiktischeBehauptungen sowohl als durch gepriesene MusterOrdnung des Tages ist: worauf stehen wir mit un-