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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
269
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färbt, wie die deutsche Reichscharte zeiget; da end-lich außer den Alten der Arabisch-, Spanisch', Fran-zösisch-, Englisch-, Italienische (warum nicht auchder Türkisch - und Ruffische?) Geschmack periodischoder durch einander" ibr Werk in Deutschland getrie-ben baden; wie wäre, bei der gutmürhigen Nach-giebigkeit und Anhänglichkeit der Deutschen a» allesFremde, ein sichrer Geschmack unsrer Nation, ausinnerer Liebe, auf den wesentlichen Punkt des Lichtesund Reizes gerichtet, nur denkbar? Sacke voll frem-der G e s c h m a c k e sind über rms geschüttet, undwerden über uns geschüttet werden, mit gleicherGleichgültigkeit der Deutschen zu Dem und Jenem.Aufs lindeste zu reden ist unser Geschmack also jungund unreif, vermische und ungesvndert, zu gukmü?lhig - nachgcbend , d. i. Charakterlos, gleichgültig und ohne Geschmack, vhn' innere Lust und Liebe.Sind wir im äußerst langsamen Werden; wennwerden wir geworden seyn? wer weiß cs?

A. Hülfsmittel zur Bildung des Geschmacks.

Wem weihe ich diese wenigen xiu votrr? DerZeit und der Hoffnu n g.

r. Frühe muß die Bildung des Ge-schma cks ansangcn, oder sie kommt zu spat, zu-mal bei eigensinnig - harte» Organen. Glücklich, wersagen kann:ich sah und hörte von Kindheit aufnichts Ungeschicktes; das Geschmacklose ward mir,