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Don Kunst
wenn man eine Jugend, die kaum der Schulbankentrann, mit Geheimnissen der Transcendenz soübcrladet, daß sie fortan den Geschmack an allerErfahrung, dem leidigen Empirismus! verlor, undsich ihren Geschmack u priori bildet? silnter sol-chen Ge schmucken lebe» wir und sind ihrer ge-wohnt; oft ohne ein Fünkchen wahren Geschmacks,d. i. eigen gefühlter innerer Lust und Liebe zu dem,worauf es ankommt, woraus und wornach sich Allesleicht faßt, und bezieht und ordnet. Die Ursachendieses Ungcsehmacks hercrzählcn, hieße eine Jliadeder Uebel singen, unler denen die Hekuba desSchulgeschmacks sowohl, als die vom Apoll begeister-te Eassa ndra leiden.
Von allen nur eine Ursache, die unanstößigstevon der Geschichte erwiesen. Außer dem Jagd-, undHeer- und Zunftwesen ist der Geschmack unsrer Na-tion eine fremde Wanze, auf einen rauhen Boden,spat herüber gekommen, aus manchcclev Völkern.Nic*hat er in ihm tiefe Wurzel geschlagen, nochweniger ist er zur Reife gediehen, und am wenigstenist er in feincrn Dingen Nationalgeschmack worden.Da der Einrichtung nach unsre hohe und niedreSchulen größtenthcils noch im sechszehnten Jahrhun-dert sind, und an dieser Einrichtung sich unter demSchutz der Dürftigkeit ein langstvcrlebter Geschmackunglaublich fcsthalk; da ganze Stände am wahrenGeschmack gar nicht Theil nehmen, und nur vondem wissen wollen, der an Tafeln, in Besuchfalen,oder bei Gelagen und in Stallen wohnet; da dieVcrthcilung unsrer Nation an sich selbst schon denbuntscheckigsten Geschmack hcrvorbcingt, vielfach ge-