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Von Kunst
unbestimmbaren Begriffs ich dennoch mit allge-meiner Gültigkeit urtbeile!
„Es kommt bei der Auflösung einer Antinomienur auf die Möglichkeit an, daß zwei einanderdem Schein nach widerstreitende Satze einander inder That nicht widersprechen, sondern neben ein-ander bestehen können, wenn gleich die Erklärungder Möglichkeit ihres Begriffs unser Erkcnntnißver-mögen übersteigt."*) Uebersteigt sic dies, wie istsmöglich, die Möglichkeit zu zeigen, daß beide Satzesich in der That nicht widersprechen, sondern ne-ben einander bestellen können? „Man sichet also,das; die Hebung der Antinomie der ästhetischen Ur-tbeilSkraft einen ähnlichen Gang nehme, als den dieKritik in Ansehung der reinen theoretischen Vernunftbefolgte, und daß eben fo hier und auch in der Kri-tik der praktischen Vernunft die Antinvmicen wi-der Willen nöthigen, über das Sinnli-che h i n a u s z u s e he n, und im Uebersinnli -chen den Vereinigungspunkt aller unsrer Vermögenn priori zu suchen, weil kein andrer Ausweg übrigbleibt, die Vernunft mit sich selbst einstimmig zumachen." Eine Vernunft, die mit sich selbst ein-stimmig gemacht werden muß, da sie die Regel derEinstimmung in sich enthalten soll; die einstimmiggemacht werden muß durch einen Vereinigungspunktim Uebersinnlichen, von dem wir keinen Begriff ha-ben; und dies bei sinnlichen Urthcilen, bei welchenwir wider Willen über das Sinnliche hinaus sehenmüssen, ob wir darüber gleich nicht hinausschenkönnen; o des Nomos, der die Antinomieen des Ge-
*) S. -3H.