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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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und Kunstrichtercy. 235

nicht, indem er dies liefet? Das Trauerspiel, indem sich das Erhabne mit dem Schönen verbindet,mußgereimt" scyn? Wahrscheinlich in Alexandri-nern; sonst wäre cs nicht erhaben? Und wenndas Erhabne sich mitder Schönheit vereinigt, wirddie schöne Kunst zwar künstlicher, aber durch dieDazukunfr der Schönheit vielleicht nicht schöner!"Und Trauerspiel, Lehrgedicht, Oratorium, Beredsam-keit, Opera, mahlerisch, theatralisch so bei einander?Stand zu Christian Weisens Zeiten die Kri-tik in Deutschland tiefer?

Doch in aller schönen Kunst besteht das We-sentliche in der Form, welche für die Beobach-tung und Bcurrheilung z.w eck mäßig ist,wo die Lust zualeich Cultur ist, und den Geistzu Ideen stimmt, mithin ihn mehrerer solcherLust und hi nter h al tu» g empfänglich macht;nicht in der Materie der Empfindung (dem Reizeoder der Rührung) wo es bloß auf Genuß ange-legt ist u. si" Dies große Kriterium der kritischenKritik, das uns bereits formelle Dichter undKünstler ohne Materie, griechische Formen ohne Formgegeben, ist selbst die lecreste Wortform, die es jegab. Form ohne Inhalt ist ein leerer Topf, eineScherbe. Allem Organischen schafft der Geist Form,die Er belebet; ohn' ihn ist sie ein todtes Bild, einLeichnam. Und diese Formen töpfert die kritischeKritik blos zurBeobachtung und Beurtheilung , "Luftblasen zum optischen Spiel. Bannflüche deS'Empirismus fallen auf Jeden, der an Inhalt derForm, ob er zu ihr gehöre? oder ob einiger da sey?an Geist, der die Form belebe, nur denket. Schaffte