Von Kunst
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Schädlicher noch wird die Kunstrichtcrei), wennsie noch falschen Grundsätze!) blind richtet, und miteiner Kühnheit, die ein Machtwort, „kritische Phi-losophie," in die Faust giebt, apodiktisch gewiß, all-gcmeingeltcnd und nothwendig postulirt, wo nichtsweniger als postulirt werden sollte. Da seit Zabre»eben die „Kritik der Urtheilskraft ein Codex solcherKunstrichlerey in Deutschland, sogar der Spracheund Schreibart nach, worden ist, vor welcher, so-bald in dreisten Worten dieser Philosophie die For.mel tont, alles sich bückt und schweiget: so lastetuns hören, wie die kritische Philosophie in erstenGrundbegriffen der schönen Künste kritisire.
Kritische Difinition der schönen Künste.
„Von der Verbindung der schönen Künste ineinem und demselben Produkte" spricht der Meister:„die Beredsamkeit k a n n mit einer wähleri-sch e n Darstellung ihrer Subjekte sowohl als Ge-genstände, verbunden werden in einem Schau-spiele. Gesang zugleich mit mahlerischer(theatralischer) Darstellung verbunden in einerOpera: auch kann die Darstellung des Erha-benen, sofern sie zur schönen Kunst gehört, ineinem gereimten Trauerspiele, einem Lehrge-dichte, einem Oratorium sich mit der Schön-st e i t vereinigen, und in diesen Verbindungen ist dieschöne Kunst noch künstlicher, ob aber auchschöner, kann bezweifelt werden." Wer erröthet