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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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und K u n st r i ch te r e y.

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bewegte den Orkus; Worten eines Sterblichen Huttendie Eumeniden nicht gehorchet.

Habt ibr also, ihr, die ihr die Musik der Tö-ne als solche verachtet, und ihr nichts abgewinnenkönnt, obne Worte nichts mit ihr; so bleibet ihrfern Sehet sie als ein Spiel an, worinn sichzweckmäßig-zwecklos" lebendige Instrumente üben.Ihr aber, Tonkünstler, schreibt eurem Musiksaal nachArt des Plato die Worte vor:Kein Musenloser

gehe hinein!

14. Wie schwer es der Musik worden sey, sichvon ihren Schwestern, Worten und Gcbehrden zutrennen, und für sich selbst als Kunst auszubilden,erweiset der langsame Gang ihrer Geschichte. Eineignes zwingendes Mittel ward erfordert, sic selbst-ständig zu machen und von fremder Beyhülfe zusondern.

Bei) den Griechen nämlich hatte Tonkunst diePoesie, ihr dienend, meistens also nur rccitativisch,geleiter; an Arten des Bortrages gewann sie dadurchviel, aber nur als Dienerin unter der Herrschaft dcSDichters. Im Tanz, wo sie die Gebieterin schien,gebot ihr das Fest, der Kreis, die Gestalt und Ge-bebrdekunst der Menschen. Was half.ihr empor,daß sic sich, eigner Kraft vertrauend, auf eignenFlügeln emporhob? Was war daS Etwas, das sievon allem Fremden, vom Anblick, Tanz, Gebehrden,selbst von der begleitenden Stimme sonderte ? DieAndacht. Andacht ists, die bei; Menschen undeine Menfchenvcrsanimlung über Worte und Gebehr-den erhebt, da dann seinen Gefühlen nichts bleibt