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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und K u n st r i c h t e r ey.

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ander innig verbunden, aufs stärkste wirken, dasReich der Andacht, der Liebe und der wir-kenden Macht. Der A ndacht stehen alle Ge-fühle zu Gebot, von der sinkenden Ohnmacht zurumfassendsten Kraft und Allmacht, von banger Trau-rigkeit zu lautem Jubel. Das Einfachste in Wor-ten, Tonen und Gebehrdcn bezeichnet und wirkt hierdas Großcste, das Meiste. Das Reich der Liebehat auch sein Marimum im Verlangen und Erlan-gen, i» Kampf und Sieg, in Trauer und Freude.Das Zarte ist fein Charakter. Macht endlich ver-ändert die Natur; sie schafft und schaffet um durchMut!», durch Entschluß und Handlung. Wink undWerden ist ihre Losung. I» allen drey Reichen be-sitzen wir die vortrefflichsten Meisterwerke, gegen wel-che es undankbare Versündigung und ein Zeichen desfühllosen Unqeschmacks wäre, Eine Gattung der an-dern aufzuopfern. Jeder bleibe i br Ort, ihre Zeit.Auch die sogenannte malerische Musik ist anStelle und Ort nicht verwerflich, wenn sie, die Na-turkrafte bändigend oder erregend, wie eine Stimmeder Unsichtbaren, das mächtige Wort unterstützt, denwagenden Entschluß belebet. *) Auch der spielenden,der scherzhaften Musik bleibe ihr Werth: denn ist un-ser Geistreichstes, munterstes Dasein nicht Scherzund Freude ?

*) S. Engel an Reichet rd von der musikalischenMalerei. Berlin 1780. Dergleichen in den me-taphysischen Ke he reuen den lcsenswürdi«gen Aufsatz über Tonkunst, Melodie und musikali-schen Ausdruck. Band 2. S. :i8L.