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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und K u n s t r i c h t e re y.

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10. Aus einem viel innigcrn Grunde als einersolchen Verständigung wegen hielt die Musik sichlange an Tanz und Lied; weil diese nämlich derEkcypus ihres Typus, der g le i c h n a l ü r l i c h eAusdruck ihrer Energie ist, der ZollmäßigenSchwingung, des Rhythmus. Wie mannicht ohne Musik tanzt, so hört das junge Volk je-ne nicht ohne Lust zu tanzen; sie hüpft ihnen inGliedern und in Gebehrden. Bey einem Zeitungs-artikel denkt niemand an Musik; lese man abereine Stelle, die ganz und innig Sprache der Em-pfindung ist; man will, man muß sie laut lesenmit Ton und Gebehrde. Ton und Gebehrde rufenzu ihr die Musik, wie gegenseitig zu süßen melodi-schen Gangen man Worte sich nicht nur wünscht,sondern in der Empfindung sie auch ohne Sprachesich selbst dichtet. Dies Naturband zwischen Len,Gebehrde, Tanz und Wort erkannten oder empfan-den alle Völker, und überließen sich dem ganzenAusdruck ihrer Empfindung. Was die Natur ge-bunden hatte, ja was im Ausdruck der verschicdnenSinne Eins war, wollten sie gewaltsam nicht schei-den. Daher blieb die griechische Musik so lange undgern dem Tanz, d'er Eebehrdung, den Chören, der dra-matischen Vorstellung, und diese ihr treu; als EinesStammes Geschwister liebten sie sich und vervcll-kommnetcn einander, wie Aus- und elbdruck. Nachder entschiedncn Vortrefflichkcit, in welcher wir diedramatische und lyrische Poesie, überhaupt auch disdurch Gesang und Deklamation gebildete Spracheder Griechen kennen, können wir von ihrer Mustk,sofern sie Tanz, Gesang, Gebehrden und Worte re-