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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
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und Kun str i ch te r ey. 209

Hier also bedarf es keines apodiktischen Postu-lats einesallgemein nothwendigen Wohlgefallenswegen erreichter ästhetisch-zweckloser Zweckmäßigkeitohne Begriff und Interesse;" das höchste Interessean der Wahrheit dieser Gestalten liegt in mir. IhrBegriff ist in meinen Geist geschrieben, ihr Gefühlin meine Gestalt gcpräget. Mögen sie dem Griechenaußerdem Zwecke gehabt haben, die mir nicht mehr-gelten; möge der Gothe nach gothischemGemein-sam" die Athenische Pallas für ein ZaubcrbilL, dasHaupt des Zcvs Scrapis für eine Teufelslarvc er-klären ; was kümmerts mich? In beyden küh-le ich reine Gestalten der Menschheit und freue michdaß ich der Art bin. 1 er ^

Die Mahlerkrmst als die zweite Art bildenderKünste, welche .den Sinnenschein künstlich mitIdeen verbunden dar stellt, würde ich indie der schönen Schilderung der Natur und in dieder schönen Zusammenstellung ihrer Produkteeintbeilen. Die erste wäre die eigentliche Mablerey,die zweite die L u stg a r t n er e y." *) **) Alsoschildert Mahlerey die Natur, unterschieden von ih-

*) Daß hier die Fortsetzung über andre erhabne Vor-stellungen Anagluphik u. f. fehle, bemerkt je-der Kunstverständige Leser. Was sollte sie hier?

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Herders Werke z. Phil. u. Gesch. XV. O Xatt/L-me.