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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
208
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Von Kunst

den stobgcfongen der Dichter. Phidios rong mitHomer, um die Mocht des Mächtigsten ouszu-drückcn; in Mooßcn schien der Gott größer cils ecwor, olle Attribute um ihn verherrlichten den Bö-ker und Ordner des WctrollS; und dennoch bewegtedos Winken seiner Stirn nicht Himmel und Erde;die Kunst, die on ihr Höchstes reichte, blieb hinterdem Dichter. Der schreitende Avollo Homers stehetin der bckonntcn Bildsäule verstcint do; der Köchererklingt nicht aus seinen Schultern. Do also indem von Dichtern und der Soge gegebnen Ehorok-ter der Personen, welche die Kunst dorstellen sollte,sic sogor hinter ihnen zurückblich, geschweige, doßsie ein oußcc der Menschheit gcstoltctes Schemo sichselbst hotte erzeugen wollen und mögen, so worenund bleiben olle Göttcr der Griechen Vien sehen,nur ober dos Höchste der Menschheit stellten sie dor.

Dnrous ergiebt sich sowohl dos Gute, dos diePlnstik der Menschheit geleistet, ols dos Schöne,dos ihr wesentlich zukommt. Im reinsten Umriß,in ousdrückenden Formen olles Vortreffliche, Große,Edle, Reizende der menschlichen Gestolt Hot sie dor-gestellt, mithin leib - und wescnhoft gezeigt,welche Kräfte den menschlichen Bon regen und be-wohnen. Mein Schenkel schreitet, wie der desApolls; Jupiters Stirn ist die meine. Zu jederhohen Ruhe, zu jcdcm großen Verhältniß erhebtsich meine mitfühlende Brust. Ich spreche mitdiesen reinen Gcstoltcn, wie mit Brüdern undSchwestern: denn ich fühle, sie find meines Ge-schlechtes.

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