Von Kunst
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Politik eigen gemacht, die bloße Ejaculationen derEinbildungskraft von selbst ausschlicßt. VollendsGeschäfte zu Spielen der Worte zu macken, .da-zu denkt der Britte zu kaufmännisch, zu politisch.
Die deutsche Beredsamkeit war von jeher einWerk des kalten gesunden Verstandes, da-her sie sich so gern an Sprüchwcrtcr hielt, und aufGemeinplätze zurückkam. Unsre Verfassuin, machte,daß wir politisch-beredt nicht seyn konnten;unsre Staats - und Ecremonienberedsamkeit prangtdaher in der Geschichte europäischer Nationen fastcaricaturmäßig; fepcrlich - leer, frostig - ernsthaft.Unsre Kanzclberedsamkeit hatte sich nach des großenLuthers Vorbilde ganz auf den Weg der gesun-den Vcrstandessprache gewandt, bis sie fremde Na-tionen nachzuahmen ansieng; bald aber ist sie, in-sonderheit seit Spaldings ruhigem Vortritt, inihre alte Weise zurückgekehret. Unter allen VölkernEuropa's haben wir Deutsche vielleicht den schwerfäl-ligsten Styl; an Spiele der Einbildungskraft ist inihm am wenigsten zu denken. So unsre Philosophie,unsre Geschichte; begegne man jener, der sogenann-ten Populär-Philosophie, noch so verächtlich: keineandre wird sie von ihrem Platz verscheuchen. Wederunsre Sprache, noch unsre Nation sind rransscen-dcntale Spielerinnen; jene wird die ihr aufgezwun-gene Veränderung des Sinnes ihrer alten bedeuten-den Worte bald abschütteln; diese wird sich aus demluftleeren Raum, wohin man sie im Traum geho-ben, baldmöglichst wieder in ihre Region begeben.Diese heißt guter Verstand, Biedersinn,T re.u sin n.
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